6 Tipps fürs Self-Publishing

Vor einiger Zeit durfte ich mich Beatrice ein recht interessantes Interview durchführen. Heute freue ich mich, das Beatrice einige Tipps zum Thema Self-Publishing veröffentlicht. Als Digitaler Nomade ist ein Buch eine interessante Einnahmequelle. Was Du beachten solltest  findest Du hier…

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Nicht nur eine mutige Autorin…

Seit einigen Jahren gibt es für Autoren und solche, die es werden möchten, zahlreiche Möglichkeiten im Internet Bücher und E-Books zu verlegen, ohne den Weg über einen herkömmlichen Verlag wählen zu müssen. Da die etablierten Verlage jeden Tag unzählige Manuskripte zugesandt bekommen, müssen sie eine Auswahl treffen und natürlich geht auf diesem Wege immer mal wieder ein Werk in der Masse unter, dessen Potential nicht erkannt wird. Wenn Du also von deinem Talent überzeugt bist, dann solltest Du den Weg über das Self Publishing als Chance sehen. 50 Shades of Grey (egal ob man dieses Buch nun persönlich als lesenswert oder nicht betrachtet) ist das beste Beispiel für eine Erfolgsgeschichte im Selbstverlag. Aber auch wenn der Erfolg Deines Buches nicht über Ländergrenzen und bis in die Kinos führt, können Bücher und E-Books im Selbstverlag eine passive Einnahmequelle sein. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Tipp 1: Trau Dich!

Wie schon gesagt, Du hast nicht viel zu verlieren. Du hast ein Buch geschrieben und bist davon überzeugt, dass viele Menschen sich für Deine Geschichte oder für dein Thema interessieren werden? Dann hast Du die meiste Arbeit schon hinter dir. Es stehen nun noch einige Arbeitsschritte aus, aber Du kannst bei einem Self-Publishing-Verlag mit sehr geringem finanziellem Aufwand Dein Buch auf den Markt bringen und dein Glück versuchen! Bei BOD kostet das Verlegen eines Buches mit internationaler ISBN-Nummer zum Beispiel einmalig 19 Euro. Sobald sich das Werk ein paarmal verkauft hat, hat sich diese Investition schon gelohnt. Andere Anbieter haben vergleichbare Preise. Das Verlegen eines E-Books ist bei vielen Anbietern sogar kostenlos.

Tipp 2: Fast jeder kann schreiben!

In Deinem Kopf schwirren leider keine fantastischen Geschichten herum, die unbedingt zu Papier gebracht werden wollen? Dann kannst Du trotzdem noch Autor werden und Bücher verkaufen. Schreibe über Dein Hobby, über ein Thema, in dem Du Dich auskennst und das auch andere Menschen interessiert. Ratgeber-Bücher sind vor allem in Form von E-Books sehr begehrt.

Tipp 3: Rechtschreibung ist wichtig!

Auch wenn es nicht allen Lesern negativ auffällt: viele stören sich daran, wenn ein Text viele Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthält. Das behindert den Lesefluss und wirkt zudem unprofessionell. Am besten engagierst Du zwei, besser noch drei Deiner Freunde, die das Buch noch einmal Korrektur lesen, bevor Du es in Druck gibst. Du wirst Dich wundern, wie viele Fehler Du trotz mehrfachem Lesen noch übersehen hast.

Tipp 4: Ein ansprechendes Cover!

Der erste Eindruck ist wichtig und dieser wird bei Büchern und E-Books maßgeblich von der Gestaltung des Covers beeinflusst. Um keine Probleme mit Copyright zu bekommen, solltest Du ein eigenes Foto oder eine eigene Illustration wählen. Auch die Wahl der Hintergrundfarbe ist wichtig und sollte auf das Thema des Buches abgestimmt sein. Während bei einem Krimi oder einer Komödie kräftige Farben gut wirken, sollten Fachbücher eher etwas nüchterner aussehen. Wer eine eigene Webseite hat, der kann seine Leser befragen, welches Cover ihnen am besten gefällt, um ein paar Anmerkungen zu erhalten und sich eine Vorstellung davon zu machen, wie bestimmte Farben und Motive auf unterschiedliche Menschen wirken.

Tipp 5: Nicht aufgeben!

Wer sich ein Einkommen durch E-Books oder herkömmliche Bücher aufbauen will, der sollte es nicht bei eine einzigen Werk belassen. Ganz egal, ob Du Romane schreibst oder ob Du Ratgeber, Sachbücher oder Fotobände herausgibst: Bleib am Ball! Du kannst unmöglich nach einem einzigen Versuch, der möglicherweise nicht den gewünschten Erfolg zeigt, beurteilen, ob es funktioniert. Wer den längeren Atem hat und in Abständen von einem halben Jahr (bei Sachbüchern) oder einem Jahr (bei Belletristik) ein neues Buch veröffentlicht, der hat viel bessere Chancen, sich „einen Namen zu machen“ und schließlich doch noch als Autor Erfolg zu haben. Von jemandem, der schon mehrere Bücher zu einem bestimmten Thema veröffentlicht hat, nehmen die Leser lieber einen Rat an, als von einem Neuling.

Tipp 6: Erstmal auf Nummer sicher gehen!

Wie bereits erwähnt, nehmen die Self-Publishing-Verlage im Internet dem Autor alles ab, was mit ISBN, Vertrieb, Druck, Versand und Organisation zu tun hat. Du schreibst Dein Buch, machst aus dem fertigen Werk ein PDF und lädst es hoch. Fertig. Danach musst Du quasi nur noch auf die Abrechnung warten, die je nach Vertrag alle drei Monate ins Haus fliegt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, die eigenen E-Books auf einer eigenen Webseite zu vermarkten und sich selbst um Verlag, Verkauf und Versand kümmern. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass die Gewinnmarge pro Buch deutlich höher liegt. Wer sich aber mit Online-Shop-Programmen nicht besonders gut auskennt, der sollte zumindest für die ersten Werke auf Nummer sicher gehen und das Geschäft den Profis überlassen. Wer versiert im Erstellen von Webshops ist und die Pflege einer Verkaufswebseite quasi nebenher erledigen kann, der kann mehr Gewinn erzielen.

Ich selbst habe unter dem Namen Beatrice Sonntag mittlerweile fünf Bücher mit Reiseerzählungen veröffentlicht, wofür ich zwei „normale“ Verlage als Partner habe. Zusätzlich habe ich zwei Reiseführer geschrieben, also Sachbücher, die ich bei BOD in Eigenregie verlegt habe. Dieses (zugegeben kleine aber sehr willkommene) Zusatzeinkommen kostet mich nun keine Zeit mehr. Ich plane weitere Reiseführer zu veröffentlichen, da mir das Schreiben ohnehin Spaß macht und kann nur jedem raten, es einfach mal zu versuchen!

Eure Beatrice! (schau mal vorbei auf www.beatrice-sonntag.de)

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