interview: digitaler nomade – sebastian

in dieser interview serie stellen sich verschiedene digitale nomaden vor. sie berichten über ihr leben als freelancer und das leben im ausland. in diesem interview darf ich sebastian interviewen.

interview-sebastian-digitaler-nomade
sebastian & freundin nahe mount everest

hallo sebatian, stell dich bitte meinen lesern vor.

Hi, ich bin Sebastian, 31 Jahre jung und wohne seit 3 Jahren mit meiner Freundin in Shanghai. Durch meine großen Leidenschaften – das Reisen und einen ständig drängelnden Unternehmergeist – bin ich zu dem geworden, was heute oft als digitaler Nomade bezeichnet wird.

du bist also ein digitaler nomade. kannst du uns erzählen wie es dazu gekommen ist?

Nach fast 10 Jahren Berufserfahrung in größeren und kleineren Unternehmen habe ich gemerkt, dass mir etwas fehlt. Ich wollte einfach mehr Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung in meinem Leben. Vor 3 Jahren habe ich dann begonnen als Freelancer für Übersetzungen und Online Marketing zu arbeiten. Mittlerweile habe ich eine eigene Agentur und verdiene Geld aus verschiedenen Quellen.

wie viel stunden/woche arbeitest du als digitaler nomade? wie viel hast du davor gearbeitet?

In meinem Berufsleben waren es meist klar geregelte 40-Stunden-Wochen plus einige Überstunden bzw. 15-20 Stunden im Nebenjob als Student. Jetzt sind diese Zeiten natürlich deutlich weniger geregelt. Es sind wohl irgendwo zwischen 50 und 70 Stunden die Woche. Dafür arbeite ich deutlich weniger (ca. 15 Stunden pro Woche), wenn ich unterwegs bin. Insgesamt fühlt sich die Arbeit nicht wie Arbeit an, da ich zu 90% an eigenen Projekten und nicht für Kunden arbeite.

kannst du und deine partnerin davon leben oder musst du auch ab und zu nach deutschland?

Meine Freundin ist festangestellt in Shanghai und wir können beide sehr gut von unserem Einkommen leben. Nach Deutschland versuche ich trotzdem 1-2 mal im Jahr zu fliegen, um Kontakt zu anderen digitalen Nomaden aufzubauen und natürlich, um Freunde und Familie zu sehen.

du hast ein projekt namens wiresslife, dort gibst du tipps von deinem leben als digitaler nomade. warum hast du damit gestartet? wer hat dich inspiriert?

Mein Blog WirelessLife.de ist mein ganz persönliches Sprachrohr. Das ist ein absolutes Leidenschaftsprojekt – keine Monetarisierung, sondern nur Beiträge, die mich wirklich interessieren und hoffentlich vielen anderen Menschen helfen. Inspiriert hat mich die Idee von einem komplett ortsunabhängigem, selbstbestimmtem Leben, ganz ohne Grenzen und Ballast.

in deinem impressum ist ein chinesisches impressum vermerkt, wikkelst du deine projekte/rechungen ect. über eine chinesische firma ab?

Ich habe letztes Jahr eine Limited in Hong Kong gegründet. Gründe dafür sind zum einen meine derzeitige Nähe zu Hong Kong und die steuerlichen Vorteile. Am wichtigsten war mir jedoch, das Unternehmen in einem Land zu gründen, in dem ein ständiger Wohnsitz nicht vorhanden sein muss – das ist in Hong Kong der Fall.

community-digitale-nomadenneben deinem projekt wirelesslife.de hast du außerdem noch weitere projekte am laufen. richtig? willst du uns davon erzählen?

Vor einem halben Jahr wurde die Community MyWirelessLife.de ins Leben gerufen, in der sich digitale Nomaden treffen und austauschen können. Damit will ich eine Plattform für all diejenigen schaffen, die selbst von einem ortsunabhängigen Lifestyle träumen. Wir sind auf einem guten Weg und kommen diesem Ziel gemeinsam schneller näher 😉

 

vielen dank sebastian, für die einblicke in euer leben!

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