teil 2 – 12 tipps – geld verdienen in südamerika

der zweite artikel meiner artikelserie „12 tipps wie du in südamerika geld verdienen kannst“ darf ich heute vorstellen.

das zweite thema meiner serie lautet: herausforderungen in südamerika

und hier eine kleine inhaltsangabe:

  • allgemeine herrausforderungen
  • vertrauen
  • infrastruktur
  • fehlende eigen-struktur
  • heimweh

ok starten wir mit dem ersten punkt:

allgemeine herrausforderungen

man kann das gar nicht so festnageln, was genau jetzt die größte herausforderungen sind. für den einen sind es die mangelnden hygienischen verhältnisse der andere nervt sich über die mangelhafte stromversorgung auf dem kontinent.

jeder ist individuell und muss selbst gucken, wie er so sein „problem“ in den griff bekommt. oder beim thema zu bleiben: was überhaupt seine größte herausforderung ist.

ich will hier deswegen nur die punkte anführen, die ich als größte sorge für einen „durchschnittlichen“ digitalen nomaden feststellen konnte.

im ganzen sind das vier punkte bzw. bereiche: vertrauen, infrastruktur, eigene schlechte planung/struktur und heimweh (auch wenn das erstmal komisch klingt, das kommt bei dem ein oder anderen auch vor 😉

vertrauen

vertrauen ist in lateinamerika das a und o. zuviele europäer oder amerikaner sind schon hier eingereist, wollten alles umschmeißen und damit haben sich viele ausländer in einigen orten einen schlechten ruf gemacht.

latinos sind im erstkontakt sehr offen und freundlich und werden dir selten ins gesicht sagen: „hey das und das passt mir nicht!“

was hier eher das problem ist: du musst vertrauen aufbauen und das geht nicht in 4 monaten. also ein kleines beispiel um das ganze etwas zu verdeutlichen:

du möchtest im ausland eine firma gründen und wirbst langsam um neue kunden. zielgruppe: einheimische brasilianer.

werden sie dir vertrauen und sagen: „hey wunderbar, du bist deutscher, mach mir bitte eine internet seite!“

niemals! von 1000 fällen passiert das vielleicht 1 mal und dann auch nur, wenn du die seite verschenkst. gegen geld schonmal gar nicht.

also was ist die lösung? vertrauen. du musst zu den menschen vertrauen aufbauen. wie macht man das?

naja da gibt es viele möglichkeiten. latinos lieben es zusammen zu sitzen, zu reden, kommuniziern und sich aus zu tauschen. passiert das öfter und regelmäßig, baut sich ein vertrauens-verhältnis auf. auch wenn man das von europa nicht so kennt, ist das hier in lateinamerika schon fast die halbe miete.

eine weitere möglichkeit vertrauen zu schaffen sind auch folgende punkte:

  • sprache – du musst dich in ihrer sprache verständigen, spanisch und portugiesisch ein must have!
  • projekt-protfolio – kannst du projekte vorweisen und präsentieren? sehr wichtig. hast du erstmal deinen ersten fisch an land gezogen, spricht sich das rum und du bekommst schnell mehr aufträge.
  • kostenlose hilfe – ich hatte erst kürzlich ein kunde der ein „kleines“ problem hatte. ich hätte dafür gleich geld verlangen können, aber ich habs so gemacht. er war zumal auch schon ein alter bekannter. am ende ist ein rentables projekt entstanden.

man kann das thema vertrauen gar nicht zu oft betonen. und eigentlich ist das in deutschland auch nicht anders. wie reagiert ein deutscher unternehmer, wenn auf einmal ein amerikaner vor seiner haustür steht und ihm eine website anbietet? misstrauen – logisch.

also: schaff vertrauen!!

infrastruktur

die zweite große herrausforderung in lateinamerika: infrastruktur!

jaa das ist ein großes thema. oh wie oft hatte ich mich schon geärgert weil gerade an diesem montag ein arbeitstag geplant war und dann: stromausfall.

oder ich hatte vor einen kunden zu besuchen. ich such den bus in richtung ziel und was passiert? der bus kommt nicht. ufff….

oder strom ist da – juhuuu, aber internet fällt aus. autsch!

das sind große themen und herrausforderungen die sich jeder digitale nomade stellen muss. es gibt auch nicht überal gute und verlässliche inet-hotspots.

ich hatte schon oft tage, da war arbeit geplant und jedesmal kamen solche dinge dazwischen. auch ist die distanz ein großes thema. ich hab zum beispiel ein kunde der ist wohnt im nachbarort. der nachbarort liegt aber ca. 30 minaten entfernt. insgesamt 1 stunde wenn du ein auto hast. zu fuß oder mit dem bus brauchts dann locker schonmal 2 stunden (wartezeit ect)

fehlende eigen-struktur

auch wenn man gerade unterwegs ist und das leben so voll genießt, kommt man nicht drum rum gewisse aufträge pünktlich fertigzustellen.

ich muss immer wieder feststellen, dass vor allem die versagen, welche keine struktur haben. also ein klaren plan aufstellen was wann erledigt wird und das dann auch durchzieht.

als digitaler nomade braucht man unbedingt einen plan bzw eine klare struktur wann man was macht. nicht umsonst funktiniert die arbeitswelt in deutschland (auch wenns manchmal erdrückt) ganz solide – wegen der struktur.

das klingt jetzt alles andere als freiheit oder frei sein. aber das ist extrem wichtig, dass man da am ball bleibt und seinen plan/aufträge abarbeitet.

im nächsten artikel geht es um kultur und sprache

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